Übersicht
In diesem Artikel erfahren Sie, wie Sie Ihr SpeedIT E-Mail-Konto in Microsoft Outlook einrichten. Wir zeigen Ihnen, wo Sie die Verbindungsdaten in Ihrem KeyHelp Control Panel finden und führen Sie Schritt für Schritt durch die Einrichtung.
Wichtiger Hinweis: Dieser Artikel bezieht sich ausschließlich auf das klassische Microsoft Outlook (Outlook 2016, 2019, 2021 oder Outlook aus Microsoft 365). Das „Neue Outlook“ für Windows wird von uns aus schwerwiegenden Datenschutzgründen nicht unterstützt. Mehr dazu im Abschnitt Warnung: Das „Neue Outlook“ vermeiden.
Verbindungsdaten im KeyHelp finden
Sie finden Ihre E-Mail-Verbindungsdaten direkt in Ihrem KeyHelp Control Panel. So gelangen Sie dorthin:
- Melden Sie sich im Kundenportal an
- Gehen Sie auf den gewünschten Hosting Tarif -> Melden Sie sich dann in der Webserververwaltung an
- Navigieren Sie zu E-Mail → E-Mail-Konten
- Wählen Sie die gewünschte Domain aus
- Klicken Sie bei dem entsprechenden E-Mail-Konto auf „Verbindungsdaten“ (Link in der Spalte rechts)
Es öffnet sich ein Dialog mit allen notwendigen Informationen für die Einrichtung in Ihrem E-Mail-Programm.
Ihre Servereinstellungen
| Einstellung | Posteingang (IMAP/POP3) | Postausgang (SMTP) |
|---|---|---|
| Server | Ihr Hosting-Server (z.B. merkur.web.de-serv.de) | identisch |
| Benutzername | Ihre vollständige E-Mail-Adresse | identisch |
| Port (SSL/TLS) | 993 (IMAP) oder 995 (POP3) |
465 |
| Port (STARTTLS) | 143 (IMAP) oder 110 (POP3) |
587 |
| Verschlüsselung | SSL/TLS (empfohlen) | SSL/TLS (empfohlen) |
Tipp: Der genaue Servername wird Ihnen im Verbindungsdaten-Dialog angezeigt. Dieser ist abhängig davon, auf welchem Server Ihr Hosting liegt.
IMAP vs. POP3 – Was ist der Unterschied?
- IMAP (empfohlen): E-Mails bleiben auf dem Server und werden auf allen Geräten synchronisiert. Ideal, wenn Sie Ihre E-Mails auf mehreren Geräten (PC, Smartphone, Tablet) abrufen.
- POP3: E-Mails werden heruntergeladen und (standardmäßig) vom Server gelöscht. Nur sinnvoll, wenn Sie ausschließlich ein Gerät nutzen.
Wir empfehlen die Verwendung von IMAP mit SSL/TLS-Verschlüsselung (Port 993).
Einrichtung in Outlook 2016 / 2019 / 2021 / Microsoft 365
Automatische Einrichtung (Autodiscover)
Outlook versucht in der Regel, die Servereinstellungen automatisch zu erkennen. Für SpeedIT-Konten funktioniert dies meist problemlos:
- Öffnen Sie Outlook
- Gehen Sie zu Datei → Konto hinzufügen
- Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein und klicken Sie auf Verbinden
- Geben Sie Ihr Passwort ein
- Outlook erkennt die Einstellungen automatisch und richtet das Konto ein
Falls die automatische Einrichtung fehlschlägt, nutzen Sie die manuelle Konfiguration.
Manuelle Einrichtung
Falls die automatische Erkennung nicht funktioniert:
- Öffnen Sie Outlook
- Gehen Sie zu Datei → Konto hinzufügen
- Geben Sie Ihre E-Mail-Adresse ein
- Klicken Sie auf Erweiterte Optionen und aktivieren Sie „Ich möchte mein Konto manuell einrichten“
- Klicken Sie auf Verbinden
- Wählen Sie IMAP als Kontotyp
- Geben Sie die Servereinstellungen ein:
Posteingang (IMAP):
- Server: Ihr Server aus dem KeyHelp (z.B.
merkur.web.de-serv.de) - Port:
993 - Verschlüsselungsmethode:
SSL/TLS
Postausgang (SMTP):
- Server: identisch zum Posteingang
- Port:
465 - Verschlüsselungsmethode:
SSL/TLS
- Geben Sie Ihr Passwort ein und klicken Sie auf Verbinden
- Nach erfolgreicher Einrichtung klicken Sie auf Fertig
Einrichtung in älteren Outlook-Versionen (2013 und früher)
- Öffnen Sie Outlook
- Gehen Sie zu Datei → Informationen → Konto hinzufügen
- Wählen Sie Manuelle Konfiguration oder zusätzliche Servertypen und klicken Sie auf Weiter
- Wählen Sie POP oder IMAP und klicken Sie auf Weiter
- Füllen Sie die Felder aus:
- Ihr Name: Ihr Anzeigename
- E-Mail-Adresse: Ihre vollständige E-Mail-Adresse
- Kontotyp: IMAP
- Posteingangsserver: Ihr Server aus dem KeyHelp
- Postausgangsserver (SMTP): identisch
- Benutzername: Ihre vollständige E-Mail-Adresse
- Kennwort: Ihr E-Mail-Passwort
- Klicken Sie auf Weitere Einstellungen
- Wechseln Sie zum Tab Postausgangsserver:
- Aktivieren Sie „Der Postausgangsserver (SMTP) erfordert Authentifizierung“
- Wählen Sie „Gleiche Einstellungen wie für den Posteingangsserver verwenden“
- Wechseln Sie zum Tab Erweitert:
- Posteingangsserver (IMAP):
993, Verschlüsselung:SSL/TLS - Postausgangsserver (SMTP):
465, Verschlüsselung:SSL/TLS
- Posteingangsserver (IMAP):
- Klicken Sie auf OK und dann auf Weiter
- Outlook testet die Verbindung – bei Erfolg klicken Sie auf Fertig stellen
Konfiguration für Apple-Geräte
Für Apple-Geräte (iPhone, iPad, Mac) bietet KeyHelp eine besonders komfortable Lösung: Im Verbindungsdaten-Dialog finden Sie Links zur automatischen Konfiguration. Öffnen Sie den entsprechenden Link mit dem Safari-Browser, und das E-Mail-Konto wird automatisch mit den korrekten Einstellungen eingerichtet.
Alternativ steht ein QR-Code zur Verfügung, den Sie mit Ihrem iPhone oder iPad scannen können.
⚠️ Warnung: Das „Neue Outlook“ vermeiden
Microsoft hat mit Windows 11 das sogenannte „Neue Outlook“ eingeführt, das die klassische Windows Mail-App und langfristig auch das klassische Outlook ersetzen soll. Wir raten dringend von der Nutzung dieses neuen Outlook ab, insbesondere für geschäftliche E-Mail-Konten.
Eingeschränkte IMAP-Unterstützung – keine Funktionsgarantie
Neben den gravierenden Datenschutzproblemen gibt es einen weiteren wichtigen Grund, das neue Outlook zu meiden: Microsoft schränkt die IMAP-Unterstützung zunehmend ein. Das neue Outlook ist primär für Microsoft 365 und Outlook.com-Konten optimiert – klassische IMAP-Konten von Drittanbietern werden nur noch eingeschränkt unterstützt.
In der Praxis bedeutet das:
- Bestimmte Funktionen wie Ordnersynchronisation, Filterregeln oder Signaturen funktionieren mit IMAP-Konten nur eingeschränkt oder gar nicht
- Microsoft entwickelt das neue Outlook konsequent in Richtung der eigenen Cloud-Dienste weiter – IMAP ist kein Fokus mehr
- Fehlermeldungen und Verbindungsprobleme mit IMAP-Konten häufen sich, ohne dass Microsoft Lösungen bereitstellt
- Es gibt keine Garantie, dass IMAP in zukünftigen Versionen überhaupt noch unterstützt wird
Aus diesem Grund können wir für das neue Outlook keine Funktionsgarantie geben. Unser Support kann bei Problemen mit dem neuen Outlook nur eingeschränkt helfen, da die Ursachen häufig in der Microsoft-Software selbst liegen. Wir empfehlen daher ausdrücklich die Nutzung des klassischen Outlook oder alternativer E-Mail-Clients.
Das Problem: Ihre Zugangsdaten und E-Mails landen bei Microsoft
Anders als das klassische Outlook, das E-Mails direkt von Ihrem Mailserver abruft, leitet das neue Outlook sämtliche Daten über Microsoft-Server um:
- Zugangsdaten werden übertragen: Beim Einrichten eines IMAP-Kontos werden Ihr Benutzername und Passwort an Microsoft-Server gesendet.
- E-Mails werden kopiert: Alle Ihre E-Mails werden auf Microsoft-Cloud-Server kopiert und dort gespeichert.
- Microsoft erhält Vollzugriff: Microsoft nutzt die übertragenen Zugangsdaten aktiv, um sich bei Ihrem Mailserver anzumelden und E-Mails abzurufen.
Dies wurde im November 2023 von der Fachzeitschrift c’t/heise online aufgedeckt und dokumentiert. Der Bundesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit (BfDI) bezeichnete die Meldungen als „alarmierend“.
Warum das ein ernstes Problem ist
Wenn Sie Ihr Hosting bei SpeedIT nutzen, liegen Ihre E-Mails auf Servern in einem deutschen Rechenzentrum – DSGVO-konform und unter Ihrer Kontrolle. Das neue Outlook macht diese Vorteile zunichte:
- Datenschutz: Ihre E-Mails und Zugangsdaten landen auf Microsoft-Servern, was DSGVO-Verstöße bedeuten kann.
- Vertraulichkeit: Microsoft hat technisch die Möglichkeit, alle Ihre E-Mails zu lesen und auszuwerten.
- Sicherheitsrisiko: Zentral gespeicherte Zugangsdaten sind ein attraktives Ziel für Angreifer.
- Kontrollverlust: Sie geben die Hoheit über Ihre geschäftliche Kommunikation vollständig ab.
Für Unternehmen besonders kritisch: Wer einen eigenen Mailserver oder DSGVO-konformes Hosting nutzt, tut dies bewusst aus Datenschutzgründen. Das neue Outlook untergräbt diese Entscheidung, indem es die Daten ohne ausreichende Transparenz an Microsoft weiterleitet. Dies kann gegen IT-Sicherheitsrichtlinien und Datenschutzvorgaben verstoßen.
So erkennen Sie das neue Outlook
- Es hat eine modernere, vereinfachte Oberfläche (ähnlich der Web-Version von Outlook.com)
- Oben rechts befindet sich ein Schalter „Neues Outlook testen“ (wenn aktiviert: Sie nutzen bereits das neue Outlook)
- Die App heißt im Startmenü oft nur „Outlook (neu)“ oder einfach „Outlook“
- Die alte Windows Mail-App wurde durch das neue Outlook ersetzt
Was Sie tun sollten
- Verwenden Sie das klassische Outlook (Outlook 2016, 2019, 2021 oder Outlook aus Microsoft 365)
- Schalten Sie nicht auf das neue Outlook um, wenn Sie im klassischen Outlook dazu aufgefordert werden
- Deaktivieren Sie den Schalter „Neues Outlook testen“, falls dieser angezeigt wird
- Falls Sie das neue Outlook bereits nutzen und ein IMAP-Konto eingerichtet haben:
- Wechseln Sie über den Schalter oben rechts zurück zum klassischen Outlook
- Löschen Sie das Konto im neuen Outlook: Einstellungen → Konten verwalten → Konto entfernen → „Von allen Geräten entfernen“
- Ändern Sie umgehend Ihr E-Mail-Passwort im KeyHelp Control Panel, da Microsoft Ihre Zugangsdaten gespeichert hat
Alternative E-Mail-Clients
Falls Sie nach einer sicheren Alternative suchen, die E-Mails direkt von Ihrem Server abruft:
- Mozilla Thunderbird (kostenlos, Open Source) – ruft E-Mails direkt ab, keine Cloud-Umleitung
- eM Client (kostenlos für Privatnutzer) – moderner Client mit direkter Serververbindung
- Klassisches Outlook aus Microsoft Office / Microsoft 365 (mit deaktiviertem „Neues Outlook“)
Quellen und weiterführende Informationen
- heise online: Microsoft krallt sich Zugangsdaten: Achtung vor dem neuen Outlook (November 2023)
- heise online: Neues Outlook: Microsoft bezieht Stellung zur Übertragung von Zugangsdaten (November 2023)
- TU Berlin Datenschutz-Blog: Neue Outlook-App überträgt Zugangsdaten in die Microsoft-Cloud
Häufige Probleme und Lösungen
Fehlermeldung „Zielprinzipalname ist falsch“
Diese Meldung erscheint, wenn das SSL-Zertifikat nicht zum eingegebenen Servernamen passt.
Lösung: Verwenden Sie den exakten Servernamen aus Ihren KeyHelp-Verbindungsdaten (z.B. merkur.web.de-serv.de) – nicht Ihren Domainnamen.
→ Ausführliche Anleitung: Outlook Fehlermeldung „Zielprinzipalname ist falsch“ beheben
Authentifizierung fehlgeschlagen
Mögliche Ursachen:
- Falsches Passwort eingegeben
- Benutzername ist nicht die vollständige E-Mail-Adresse
- Sonderzeichen im Passwort werden nicht korrekt übertragen
Lösung:
- Prüfen Sie Ihre Zugangsdaten im KeyHelp Control Panel
- Setzen Sie ggf. das Passwort neu (vermeiden Sie Sonderzeichen wie
äöüoder€) - Stellen Sie sicher, dass Sie die vollständige E-Mail-Adresse als Benutzername verwenden
Verbindung zum Server nicht möglich
Mögliche Ursachen:
- Falscher Port oder Verschlüsselungstyp
- Firewall oder Antivirenprogramm blockiert die Verbindung
- IP-Sperre durch zu viele Fehlversuche
Lösung:
- Überprüfen Sie Port und Verschlüsselung (siehe Tabelle oben)
- Deaktivieren Sie testweise Ihre Firewall/Antivirus
- Prüfen Sie, ob Ihre IP gesperrt wurde → Server nicht erreichbar / IP-Sperre
E-Mails werden gesendet, aber nicht empfangen (oder umgekehrt)
Lösung: Überprüfen Sie, ob für Posteingang und Postausgang die korrekten Ports eingestellt sind. Häufiger Fehler: SMTP-Port 465 mit STARTTLS statt SSL/TLS – diese Kombination funktioniert nicht.
| Problem | Typische Ursache |
|---|---|
| Senden funktioniert nicht | Falscher SMTP-Port oder fehlende Authentifizierung |
| Empfangen funktioniert nicht | Falscher IMAP-Port oder falscher Servername |
| Zertifikatswarnung | Eigener Domainname statt Servername verwendet |
| Verbindung abgebrochen | Firewall blockiert Port 993 oder 465 |
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