Ihr Cloud Server startet mit einer guten Grundlage: aktuelles System, SSH-Anmeldung nur mit Schlüssel und eine Firewall vor dem System. Was danach passiert, liegt in Ihrer Hand. Diese Punkte empfehlen wir:
1. Updates regelmäßig einspielen
Halten Sie Betriebssystem und Anwendungen aktuell. Für Debian und Ubuntu bietet sich das Paket unattended-upgrades für automatische Sicherheitsupdates an, für AlmaLinux, Rocky Linux und CentOS Stream dnf-automatic. Legen Sie vor größeren Updates einen Snapshot an.
# Debian / Ubuntu
apt update && apt full-upgrade
# AlmaLinux, Rocky Linux, CentOS Stream
dnf upgrade
2. SSH absichern
- Melden Sie sich nur mit SSH-Schlüssel an und schützen Sie den privaten Schlüssel mit einer Passphrase.
- Arbeiten Sie im Alltag mit einem eigenen Benutzer und sudo statt direkt als root.
- Lassen Sie die Kennwort-Anmeldung per SSH ausgeschaltet.
- Entfernen Sie Schlüssel, die Sie nicht mehr brauchen, aus
~/.ssh/authorized_keys.
3. Firewall nutzen
Öffnen Sie nur die Ports, die Sie wirklich brauchen, und beschränken Sie Verwaltungszugänge wie SSH nach Möglichkeit auf bekannte Quelladressen. Wie das geht, zeigt Firewall des Cloud Servers.
4. Anmeldeversuche begrenzen
Werkzeuge wie Fail2ban oder CrowdSec erkennen wiederholte fehlgeschlagene Anmeldungen und sperren die Absender vorübergehend. Das entlastet Ihre Protokolle und erschwert Angriffe auf schwache Zugänge Ihrer Anwendungen.
5. Nur benötigte Dienste betreiben
Jeder Dienst ist eine mögliche Angriffsfläche. Prüfen Sie mit ss -tulpen, welche Dienste auf welchen Ports lauschen, und schalten Sie ab, was Sie nicht brauchen. Datenbanken sollten nur lokal oder für bestimmte Adressen erreichbar sein.
6. Daten sichern
Buchen Sie das externe Backup und halten Sie für wichtige Daten zusätzlich eine eigene Kopie außerhalb vor. Testen Sie gelegentlich, ob die Wiederherstellung klappt - zum Beispiel, indem Sie einzelne Dateien aus einer Sicherung herunterladen.
7. Webanwendungen zusätzlich schützen
Betreiben Sie Webseiten oder Shops, kann ShieldCache vor Ihren Server geschaltet werden: eine Web Application Firewall mit Cache, die Angriffe auf Ihre Anwendung abfängt, bevor sie den Server erreichen. Mehr in der Wissensdatenbank zu ShieldCache.
8. Auffälligkeiten beobachten
Werfen Sie regelmäßig einen Blick in die Statistiken und das Firewall-Log. Ungewohnt hohe CPU- oder Netzwerklast kann auf ein Problem hinweisen.
Missbrauch und Sicherheitsvorfälle
Stellen Sie fest, dass Ihr Server kompromittiert wurde, trennen Sie ihn über die Firewall vom Netz oder fahren Sie ihn herunter, sichern Sie Protokolle und Daten und installieren Sie ihn neu. Unser Support hilft Ihnen gern.