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Netzwerk & Firewall 2 Min. Lesezeit

Firewall des Cloud Servers: Regeln, Schnellregeln und Protokoll

Vor jedem Cloud Server sitzt eine Firewall auf Ebene der Virtualisierung. Sie filtert den Verkehr, bevor er Ihr Betriebssystem erreicht, und ist bereits vor dem ersten Start aktiv. Zusätzlich verhindert sie, dass Ihr Server mit fremden IP- oder MAC-Adressen sendet. Sie verwalten sie im Reiter Firewall.

Der Ausgangszustand

  • Eingehend: Standard ist DROP - was keine Regel erlaubt, wird verworfen.
  • Ausgehend: Standard ist ACCEPT - Ihr Server darf Verbindungen nach außen aufbauen.
  • Je IP-Adresse gibt es eine Regel Allow All (default), die eingehenden Verkehr zu dieser Adresse erlaubt. Damit ist Ihr Server nach der Einrichtung zunächst vollständig erreichbar.

Möchten Sie den Zugriff einschränken, legen Sie Regeln für die benötigten Dienste an (zum Beispiel SSH, HTTP und HTTPS) und deaktivieren oder löschen danach die Regel Allow All (default).

Firewall-Verwaltung mit Schalter und Standardrichtlinien für eingehenden und ausgehenden Verkehr
Firewall-Verwaltung mit den Standardrichtlinien.

Regeln anlegen

  1. Klicken Sie auf Regel hinzufügen oder wählen Sie eine Schnellregel (zum Beispiel SSH, HTTP/HTTPS oder typische Ports für Linux und Windows).
  2. Legen Sie Richtung (eingehend/ausgehend), Aktion (ACCEPT, DROP oder REJECT), Protokoll (alle, TCP, UDP, ICMP) und optional Ziel-Port, Quelle und Ziel fest. Ein Kommentar hilft später beim Wiederfinden.
  3. Speichern - die Regel gilt sofort.

Reihenfolge beachten: Die Regeln werden von oben nach unten geprüft, die erste passende entscheidet. Ziehen Sie Regeln per Drag & Drop an die richtige Stelle. Einzelne Regeln schalten Sie mit dem Schalter vorübergehend ab. Bis zu 50 Regeln sind möglich.

Liste der Firewall-Regeln mit Schnellregeln und dem Knopf „Regel hinzufügen"
Schnellregeln und die Liste Ihrer Regeln.
Dialog „Regel hinzufügen" mit Richtung, Aktion, Protokoll, Port, Quelle und Ziel
Eine Regel anlegen.

Erst erlauben, dann sperren

Legen Sie die Regel für SSH an, bevor Sie die Regel „Allow All (default)" entfernen - sonst sperren Sie sich aus. Kommen Sie nicht mehr per SSH auf den Server, hilft die Web-Konsole; sie ist von der Firewall nicht betroffen.

Firewall ausschalten

Mit dem Schalter oben können Sie die Firewall deaktivieren. Achtung: Dabei werden Ihre Regeln gelöscht, und eingehender Verkehr wird vollständig angenommen. Beim erneuten Aktivieren beginnen Sie wieder mit der Regel „Allow All (default)". Eine Firewall im Betriebssystem (zum Beispiel nftables, ufw oder firewalld) können Sie zusätzlich betreiben.

Firewall-Log

Der Reiter Firewall-Log zeigt die letzten bis zu 500 Einträge der Firewall: verworfene oder abgewiesene Pakete rot, angenommene grün. Mit Live-Tracking aktualisiert sich die Liste alle paar Sekunden - praktisch, um eine neue Regel zu prüfen.

Ist die Konsole von der Firewall betroffen?
Nein. Die Web-Konsole greift direkt auf den Bildschirm des Servers zu und funktioniert auch bei gesperrten Ports.
Gilt die Firewall auch für zusätzliche IP-Adressen?
Ja. Jede Adresse bekommt beim Hinzufügen ihre eigene Regel „Allow All (default)", die Sie wie die übrigen Regeln anpassen.

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Gerhard G.Empfiehlt uns · 07.08.2026

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