Ab dem 30.10.2026 stehen auf unseren Webservern nur noch PHP 8.2 und neuer zur Verfügung. Websites, die dann noch PHP 5.x, 7.x, 8.0 oder 8.1 nutzen, stellen wir an diesem Tag automatisch auf PHP 8.4 um. Hintergründe finden Sie in unserem Blogbeitrag PHP unter 8.2 wird am 30.10.2026 abgeschaltet.
Diese Anleitung gilt für Webhosting-Pakete mit dem Control Panel Plesk. Nutzen Sie KeyHelp, folgen Sie der bebilderten Anleitung PHP-Version in KeyHelp anzeigen und umstellen. Wir empfehlen PHP 8.4.
Vor dem Umstellen: Sicherung und Kompatibilität
Eine neue PHP-Version ist für die meisten aktuellen Anwendungen problemlos. Ältere Themes, Plugins oder selbst geschriebener Code können aber Fehler zeigen. Gehen Sie deshalb in dieser Reihenfolge vor:
- Sicherung anlegen: Sichern Sie Dateien und Datenbank, bevor Sie umstellen - mit der Backup-Funktion des Control Panels oder dem Sicherungs-Plugin Ihrer Anwendung.
- Anwendung aktualisieren: Bringen Sie WordPress, Shopware, TYPO3, Joomla und Co. samt Themes, Plugins und Erweiterungen auf den neuesten Stand. Prüfen Sie in den Systemanforderungen des Herstellers, ab welcher Version PHP 8.4 unterstützt wird.
- Umstellen und testen: Stellen Sie die PHP-Version um und prüfen Sie Startseite, Anmeldung, Formulare und - bei Shops - den Bestellvorgang.
Schritt 1: In Plesk anmelden
Öffnen Sie im Kundenbereich unter Webhosting die Hosting-Details und klicken Sie auf Panel öffnen. Sie landen ohne erneute Anmeldung in Plesk.
Schritt 2: Aktuelle PHP-Version ablesen
Klicken Sie links auf Websites & Domains. Bei jeder Domain steht im Bereich Dashboard der Eintrag PHP mit der eingestellten Version (zum Beispiel „PHP 8.1"). Prüfen Sie alle Domains und Subdomains Ihres Pakets: Jede kann eine eigene Version haben.
Schritt 3: PHP-Einstellungen öffnen
Klicken Sie bei der Domain auf PHP beziehungsweise PHP-Einstellungen. Oben auf der Seite sehen Sie das Feld PHP-Version.
Schritt 4: Neue Version wählen und übernehmen
Wählen Sie im Feld PHP-Version die Version 8.4 aus. Steht hinter der Versionsnummer ein Zusatz wie „Secured", ist das für Sie nicht von Bedeutung - entscheidend ist die Versionsnummer. Die Ausführungsart (zum Beispiel „FPM-Anwendung") lassen Sie unverändert. Klicken Sie unten auf OK oder Übernehmen.
Je nach Plesk-Version können die Bezeichnungen leicht abweichen.
Schritt 5: Prüfen, ob die neue Version aktiv ist
Unter Websites & Domains steht beim Eintrag PHP nun die neue Version. Rufen Sie danach Ihre Website auf und testen Sie die wichtigsten Funktionen. Zusätzlich können Sie die Version mit einer Prüfdatei kontrollieren, wie in der KeyHelp-Anleitung unter „Optional: Version mit einer Prüfdatei kontrollieren" beschrieben - legen Sie die Datei dafür im Dateimanager von Plesk im Verzeichnis httpdocs an und löschen Sie sie danach sofort wieder.
Typische Fehler nach dem Umstieg
- Weiße Seite oder „500 Internal Server Error": Meist ist ein veraltetes Plugin oder Theme die Ursache. Aktualisieren oder deaktivieren Sie es; bei WordPress hilft das Umbenennen des Plugin-Ordners per FTP, um wieder ins Backend zu kommen.
- „Deprecated"-Hinweise auf der Seite: Das sind Warnungen, keine Fehler. Sie verschwinden mit aktualisierten Erweiterungen; im Live-Betrieb sollte die Fehleranzeige ausgeschaltet sein.
- „Call to undefined function": Der Code nutzt Funktionen, die es in neueren PHP-Versionen nicht mehr gibt (zum Beispiel
mysql_*odereach()). Hier hilft nur ein Update der Anwendung oder eine Anpassung des Codes. - Shop oder CMS meldet „PHP-Version wird nicht unterstützt": Die installierte Anwendung ist zu alt für PHP 8.4. Aktualisieren Sie zuerst die Anwendung und stellen Sie danach um.
Kommen Sie nicht weiter, stellen Sie vorübergehend PHP 8.2 oder 8.3 ein und melden Sie sich bei unserem Support. Bitte nutzen Sie diese Zeit, um Ihre Anwendung zu aktualisieren: PHP 8.2 erhält nur noch bis zum 31.12.2026 Sicherheitsupdates.