Ihr Cloud Server läuft auf einem von mehreren Host-Nodes. Seine Festplatte liegt im gemeinsamen Ceph-Speicher, den alle Nodes erreichen. Deshalb kann der Cluster den Server bei Bedarf auf einem anderen Node starten.
Was bei einem Ausfall passiert
Fällt der Host-Node aus, auf dem Ihr Server läuft, erkennt der Cluster das und startet Ihren Server automatisch auf einem anderen Node neu. Ihre Daten sind dabei vorhanden, weil sie dreifach im verteilten Speicher liegen. Für Ihr System ist das wie ein unerwarteter Neustart: Laufende Prozesse und nicht gespeicherte Daten im Arbeitsspeicher gehen verloren, danach startet das Betriebssystem normal.
Damit Ihre Dienste nach so einem Neustart von selbst wieder laufen, richten Sie sie als Systemdienste ein, die beim Start automatisch starten (zum Beispiel mit systemctl enable).
Ausschalten: immer über den Kundenbereich
Die Hochverfügbarkeit merkt sich, ob Ihr Server laufen soll. Fahren Sie ihn im Betriebssystem herunter, gilt das als Ausfall - der Cluster startet ihn wieder. Soll der Server ausgeschaltet bleiben, nutzen Sie Power-Aktionen > Herunterfahren im Kundenbereich. Ein Neustart im System (reboot) oder ein Reset funktionieren wie gewohnt.
Hochverfügbarkeit ersetzt kein Backup
Sie schützt vor dem Ausfall von Hardware, nicht vor gelöschten Dateien, fehlerhaften Updates oder Angriffen. Sichern Sie Ihre Daten mit Snapshots und dem externen Backup.